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Ideen

Blattduftende Gartenstauden

Kleingarten Magazin
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September 2012

 

Während blütenduftende Stauden ihren Duft nur zur Blütezeit preisgeben, duften Gartenstauden mit aromatischen Trieben und Blättern nahezu ganzjährig. So wird die Arbeit im Staudenbeet zur wohltuenden Aromatherapie.

 

Zahlreiche Gartenstauden duften bei Berührung. Ihre Duftnoten reichen von aromatisch-würzig bis zitronig. Während einige schon bei der sanftesten Berührung gewaltige Duftwolken verströmen, muss man bei anderen schon einzelne Blätter zwischen den Fingern reiben, um Duft wahrnehmen zu können. Bei manchen Arten variieren die Duftnoten sogar je nach Berührungsintensität. So riecht die auch als „Colakraut“ bezeichnete Eberraute (Artemisia abrotanum) bei sanfter Berührung süßlich nach Cola mit einem Schuss Zitrone, bei kräftigerem Reiben der Triebe entfaltet sich dagegen eine sehr herbe Note.

Oftmals scheiden sich an Pflanzendüften die Geister. Bei meinen Gartenführungen mache ich regelmäßig die Erfahrung, dass die einen den Duft einer Pflanze genießen, während die anderen ihn als sehr unangenehm empfinden. Es lohnt sich also, auf die Suche nach den persönlichen Lieblingspflanzendüften zu gehen. Denn erst dann kann man die entsprechenden Stauden gezielt verwenden, z. B. für die Einfassung eines Sitzplatzes, entlang eines vielbegangenen Wegs, für die Anlage eines Duftrasens oder einer Duftbank.

Auch für blattduftende Gartenstauden gilt also: Es geht nichts über das Erschnuppern der Duftpflanzenwelt! Hierzu können Sie z. B. botanische Gärten oder Duftpflanzengärtnereien besuchen, an Gartenführungen teilnehmen oder Schaugärten an den Tagen der „Offenen Gartenpforte“ besuchen.

So wie das „Colakraut“ oder der Muskatellersalbei werden einige aromatisch duftende Pflanzen in den Gärtnereien im Staudensortiment geführt, obwohl es sich um Halbsträucher bzw. Zweijährige handelt. Daher werden diese – mit entsprechendem Hinweis – auch in der Staudentabelle dieses Beitrags aufgeführt.

 

Bilder: Margarete Ratzel

 

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